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Aldo C.Schellenberg: Die Luftwaffe ist immer noch im Steigflug


Autor: Teilstreitkraft Luftwaffe


Bern, 02.09.2014 - Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant Luftwaffe, bereitet seine Truppen auf die Entwicklungen in den nächsten Jahren vor. Er will das Projektmanagement für künftige Beschaffungen von Flugzeugen und Fliegerabwehrsystemen stärken.
 
Den demokratischen Entscheid gegen die Beschaffung des Saab Gripen vom 18. Mai respektiere die Schweizer Armee selbstverständlich, sagte Schellenberg an seinem Informationsrapport in Payerne VD, der im Rahmen der Air Show AIR14 und dem 100-Jahr-Jubiläum der Luftwaffe stattfand. Die 54 F-5 Tiger der Luftwaffe würden per 2016 ausser Dienst gestellt, wie das in der Abstimmungsbotschaft zur Gripen-Abstimmung vom Bundesrat kommuniziert worden sei. 
„Davon abzuweichen könnte eine künftige Kampfflugzeugbeschaffung korrumpieren“, sagte Schellenberg. Eine Kampfwertsteigerung der Tigerflotte oder von Teilen davon sei aus operationeller und finanzieller Sicht nicht sinnvoll. Weder beim Radar noch bei der Bewaffnung liessen sich die F-5 ausreichend auf moderne Bedürfnisse anpassen. 
Der Chef VBS, Bundesrat Ueli Maurer, plant beim derzeitigen Budget mit einer Armee von 100‘000 Mann, wie er in seiner Grussbotschaft zum Informationsrapport sagte. Er wolle eine Armee, die den Vorstellungen der „politischen Mitte“ entspreche. Eine zu grosse, nach früheren Bedürfnissen orientierte Armee lehnt Maurer ab. Genauso wehre er sich gegen eine weitere deutliche Verkleinerung der Truppen.
 
Längerer Betrieb der F/A-18 geprüft
 
Die Luftwaffe prüfe nach dem Volks-Nein zum Gripen eine moderate Lebenswegverlängerung für die 32 F/A-18 nach 2025, sagte Korpskommandant Schellenberg. Es müsse aber rechtzeitig eine Ablösung geplant werden: Das Hauptargument bleibe die Durchhaltefähigkeit in Krisenzeiten. Der Luftpolizeidienst dürfe nicht die alleinige Begründung für ein neues Mehrzweckkampfflugzeug sein. 
Schellenberg drängte auch auf ein möglich rasches Konzept für die Beschaffung neuer Flugabwehrsysteme. Das Bedürfnis sei eine integrierte Luftverteidigung mit Kampfflugzeugen und bodenbasierten Flugabwehrsystemen. 
In der normalen Lage werde die Luftwaffe ab 2020 ganzjährlich über 24 Stunden am Tag den Luftraum mit Interventionsmitteln sichern. Im Krisenfall oder zur Unterstützung ziviler Behörden komme sie in ausserordentlichen Lagen zum Einsatz. Weiter müsse die Luftwaffe die Fähigkeit aufbringen, eine begrenzte eigene Lufthoheit zu schaffen, um die eigenen Truppen zu sichern. Lufttransport und Nachrichtenbeschaffung für die politische und militärische Führung blieben Aufgaben der Luftwaffe.
 
AIR14 als Startschuss
 
Gestärkt werden müsse aber das Projektmanagement, dazu gehöre auch die Kommunikation: „Wenn die Bevölkerung genau weiss, was wir leisten, dann wird sie uns auch unterstützen. Am 18. Mai ist uns das nicht gelungen. Das darf uns nicht noch einmal passieren.“ 
Die erfolgreiche AIR14 in Payerne als Anlass der gesamten Armee sei als Startschuss für die nächsten Abstimmungen zu verstehen. Schellenberg zeigte sich optimistisch: „Die Luftwaffe ist immer noch im Steigflug.“ 

    ausdrucken    per Email versenden    bearbeiten 02.09.2014

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